„Buy vs. Build“ – kaufen oder selbst entwickeln
Warum Unternehmen speziell entwickelte Plattformen für den globalen Content-Betrieb benötigen – und warum eine Eigenentwicklung von Grund auf mehr Risiken mit sich bringt, als sie löst.
Phrase · Zuletzt aktualisiert am 29. Juli 2026
Unternehmen sollten eine Plattforminfrastruktur kaufen und nur die Funktionen intern entwickeln, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die meisten KI-Initiativen erreichen nie die Produktionsphase. Erfolgreiche Unternehmen trennen die Infrastruktur, die sie erwerben, von der Intelligenz, die sie darauf aufbauen.
Untersuchungen der RAND Corporation zeigen, dass 80 % aller KI-Projekte ihren angestrebten geschäftlichen Nutzen nicht erreichen. Und das MIT hat festgestellt, dass von Anbietern bereitgestellte Lösungen etwa doppelt so häufig erfolgreich sind wie intern entwickelte Lösungen. Die Kluft zwischen einer funktionierenden Demo und einem produktionsreifen System ist der Punkt, an dem die Mehrheit der internen Projekte ins Stocken gerät.
Die Wirtschaftlichkeitsanalyse
Warum interne Entwicklungen in großem Maßstab scheitern
Die meisten Unternehmen, die intern eine Content-Infrastruktur aufbauen, unterschätzen, worauf sie sich einlassen. Die Anfangsinvestition ist selten das Problem. Es sind die daraus resultierenden Gesamtbetriebskosten.
Die versteckten Kosten der Eigenentwicklung
KI hat es täuschend einfach gemacht, Prototypen von Content-Systemen zu erstellen. Entwicklungsteams greifen auf ein „Large Language Model“ zu, erstellen eine funktionsfähige Demo und präsentieren ein Ergebnis, das produktionsreif erscheint. Aber dieses System über Sprachen, Märkte, regulatorische Umgebungen und Inhaltstypen hinweg auf Unternehmensebene zu betreiben, ist eine grundlegend andere Herausforderung. Die Unternehmen, die alles selbst bauen, übernehmen nicht nur die Software. Sie übernehmen jede Entscheidung, die die Software betrifft, solange sie läuft.
Wer selbst entwickelt, bezahlt die eigentlichen Kosten erst viel später. Führungsteams planen ihr Budget nicht für die Ewigkeit. Die Vorschriften ändern sich, die ursprünglichen Architekten gehen, und die Organisation erbt Systeme, ohne zu wissen, warum sie so aufgebaut wurden. Diese Schulden sind nicht nur im Code enthalten. Die ganze Organisation bezahlt dafür. Die Rücknahme von Entwicklungsentscheidungen erfordert funktionsübergreifende Führungsstärke und einen ausgedehnten Zeitrahmen, über den die meisten Teams nicht verfügen.
47 %
47 % aller CIOs rechnen damit, dass sie in den nächsten 18 Monaten ihr Budget überschreiten müssen.
McKinsey20–40 %
des gesamten Technologiebestandswerts wird von CIOs als technische Schulden eingeschätzt.
McKinseyWarum Unternehmen immer wieder neu aufbauen, was bereits existiert
Der erste Fehler, den Führungsetagen begehen, besteht darin zu glauben, ihr Problem sei einzigartig und niemand habe jemals vor derselben Herausforderung gestanden. Dabei wurde das bewusste Problem in den meisten Fällen bereits durch bestehende Plattformen gut gelöst. Ohne eine Plattform scheint jede Herausforderung dagegen eine maßgeschneiderte Lösung zu erfordern. Das führt zu einem nicht tragbaren Wartungsaufwand und fragmentiert Qualität, Governance und Berichterstattung über die Märkte hinweg.
Der zweite Fehler besteht darin, die Entwicklung als einmalige Investition zu betrachten. Dabei verursachen interne Builds laufende Kosten für technische Schulden, Support, Betriebszeit und kontinuierliche Entwicklung. Die Behandlung eines Builds als Projekt und nicht als dauerhafte operative Verpflichtung führt immer zu Frustrationen zwischen den Führungskräften im Technologiebereich und dem CFO, da die Kosten nie aus der Bilanz verschwinden.
80 %
aller KI-Projekte erzielen nicht den beabsichtigten geschäftlichen Nutzen – die Ausfallquote ist etwa doppelt so hoch wie bei Projekten ohne KI-Technologie
RAND Corporation (2025)Was Unternehmen verlieren, während sie die Infrastruktur warten
Jede Stunde, die das Engineering mit der Wartung eines selbst entwickelten Systems verbringt, ist eine Stunde, die nicht für die Arbeit aufgewendet wird, welche das Unternehmen von anderen abhebt. Die Opportunitätskosten tauchen in der Bilanz nicht auf, zeigen sich jedoch in der Geschwindigkeit, mit der Wettbewerber neue Märkte erschließen, neue Content-Typen einführen und auf regulatorische Änderungen reagieren. Die Frage ist nicht, ob das eigene Team eine Lösung entwickeln kann. Sondern ob die Entwicklung dieser Lösung die sinnvollste Nutzung ihrer Zeit darstellt.
50 %
mehr Entwicklungszeit für geschäftsunterstützende Tätigkeiten, wenn Unternehmen ihre technische Verschuldung aktiv verwalten
McKinseyDie Position von Phrase
Wir empfehlen, die Infrastruktur zu kaufen und nur das zu entwickeln, was das eigene Unternehmen auszeichnet.
Unternehmen sollten in eine ausgereifte Plattforminfrastruktur investieren und nur die Funktionen intern entwickeln, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Kluft zwischen einer funktionierenden KI-Demo und einem produktionsreifen System, das Governance, Compliance, Qualität und den Betrieb in mehreren Märkten abdeckt, ist der Punkt, an dem die meisten internen Projekte scheitern.
KI hat es täuschend einfach gemacht, Prototypen von Content-Systemen zu erstellen. Entwicklungsteams greifen auf ein „Large Language Model“ zu, erstellen eine funktionsfähige Demo und präsentieren ein Ergebnis, das produktionsreif erscheint. Aber dieses System über Sprachen, Märkte, regulatorische Umgebungen und Inhaltstypen hinweg auf Unternehmensebene zu betreiben, ist eine grundlegend andere Herausforderung. Organisationen, die alles selbst entwickeln, müssen sich durch diese Entscheidung nicht nur um ihre Software kümmern, sondern auch um jede Entscheidung, die mit dieser Software zu tun hat – solange diese läuft.
Eine modulare, API-orientierte Plattform beseitigt diese Komplexität. Sie bietet vom ersten Tag an Governance, Qualität, Sicherheit und Skalierbarkeit. Und die Teams können sich auf die Arbeit konzentrieren, die die Geschäftsergebnisse vorantreibt, anstatt eine bereits bewährte und entwickelte Infrastruktur zu warten.
Phrase bezeichnet dies als „Language Intelligence“. Sie vereint den gesammelten Kontext, die Qualitätsstandards und die Steuerungsmechanismen, die die Ergebnisse der KI auf Unternehmensniveau heben – und die sich mit jedem Content verbessern, den das System verarbeitet. Diese Sprachintelligenz geht nicht kostenlos mit einem besseren Modell einher: Sie wird im Laufe von Jahren aufgebaut, verbessert und optimiert. Und sie ist nicht übertragbar. Sie ist der Vermögenswert, der die Investition in die Plattform rechtfertigt.
Wichtige Erkenntnisse:
- → Die Investition in eine Plattforminfrastruktur lohnt sich. Nur die Funktionen, die dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, sollten intern entwickelt werden.
- → „Language Intelligence“ beschreibt die Gesamtheit aus Kontext und Governance, die den KI-Output auf Enterprise-Niveau hebt. Sie entwickelt sich im Laufe der Zeit.
- → Die Kluft zwischen einer funktionierenden Demo und einem produktionsreifen System ist der Punkt, an dem interne Builds scheitern.
- → Die wahren Kosten liegen nicht in der anfänglichen Entwicklung – sondern in der jahrelangen Wartung von Systemen, die niemand vollständig versteht.
- → Plattformen erzwingen eine nützliche Standardisierung. Ohne eine Plattform scheint jedes Problem dagegen eine maßgeschneiderte Lösung zu erfordern.
- → Teams, die eine Plattform nutzen, verschwinden nicht: Sie werden für Aufgaben eingesetzt, die einen Mehrwert schaffen..
Bestätigung durch Analysten
Phrase als Marktführer in The Forrester Wave™ ausgezeichnet
Phrase erzielte in 21 von 26 Kriterien der „Forrester Wave“ für Übersetzungsmanagementsysteme im 3. Quartal 2025 die höchstmöglichen Bewertungen. Forrester stellte fest, dass sich der Erfolg der Strategie von Phrase in seinem Wachstum, seiner Kundenbindung, seinen Partnerschaften und dem Trend anderer Anbieter in diesem Bereich, die Infrastruktur von Phrase zu nutzen, widerspiegelt.
21 von 26
höchstmögliche Punktzahlen
99 %
Workflow-Automatisierung
Zum Bericht →

Der Vorteil eines Ökosystems
Aufbau auf einem offenen Ökosystem
„Kaufen oder selbst entwickeln“ ist kein Entweder-oder. Der Kauf einer bereits entwickelten Plattform macht die Selbstentwicklung erst möglich. Die Plattform übernimmt die Infrastruktur. Das interne Team baut darauf auf.
Unternehmen sind auf miteinander verbundene Systeme angewiesen. CMS, CRM, DAM, Design-Tools, KI-Modelle und Produktplattformen müssen alle miteinander kommunizieren. Wenn dies nicht möglich ist, bleiben Content, Qualitätsdaten und operative Erkenntnisse in Silos gefangen. Diese Fragmentierung erschwert die Koordination von Workflows oder die Messung der Auswirkungen über Funktionsbereiche hinweg.
Phrase fungiert als verbindende Ebene für globale Content-Operationen. Es verbindet die bestehenden Technologiekomponenten des Unternehmens über offene, partnerunabhängige Integrationen. Marketing-, Produkt- und Kundensysteme sind über ein zentrales „Language Intelligence Backbone“ miteinander verbunden. Daten und Content fließen von der Erstellung bis zur Bereitstellung, wodurch Teams gemeinsame Transparenz und Kontrolle erhalten.
Und wenn Partner ihre „Verified Solutions“ auf Phrase aufbauen, wächst das Ökosystem. Kunden erhalten Zugriff auf einsatzbereite Lösungen, die sie in ihre Workflows integrieren können, ohne sie von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Entwickler*innen erhalten eine flexible, API-first-basierte Plattform, mit der sie Erweiterungen und Innovationen entwickeln können, ohne sich um die Infrastruktur kümmern zu müssen.
FORRESTER ZUR ÖKOSYSTEM-STRATEGIE VON PHRASE
„Der Erfolg der Strategie zeigt sich im Wachstum, in der Kundenbindung, in den Partnerschaften und in der Tendenz, dass andere Anbieter in diesem Bereich die Infrastruktur von Phrase nutzen.“
The Forrester Wave™, Translation Management Systems, Q3 2025
60 %
von Unternehmen werden sich auf Partner verlassen, um ihre Infrastruktur auszubauen, bevor sie KI in großem Maßstab einsetzen
IDCDas Entscheidungsmodell
Fünf Fragen, die man sich vor der Eigenentwicklung stellen sollte
Starte mit dem Kauf, nicht mit der Eigenentwicklung. Wenn eine kommerziell verfügbare Plattform das Problem löst, verwende sie. Wenn sie den Großteil der Anforderungen erfüllt, baue darauf auf. Entwickle nur dann etwas von Grund auf neu, wenn die Anforderungen wirklich nicht anders erfüllt werden können.
Die Entscheidung sollte auf den Gesamtbetriebskosten basieren, nicht auf den Projektkosten. Das folgende Modell hilft Führungsteams, mithilfe der richtigen Fragen ihre Entscheidung zu treffen.
Wurde dieses Problem bereits im Enterprise-Maßstab gelöst?
Wenn es für dieses Problem eine speziell entwickelte Plattform gibt, bedeutet eine Eigenentwicklung, dass man mit einem Unternehmen konkurriert, dessen gesamte F&E-Investitionen auf die Lösung dieses Problems ausgerichtet sind. Was rechtfertigt die Annahme, dass das eigene interne Team eine bessere und länger nutzbare Lösung entwickeln wird?
Wie hoch sind die Gesamtbetriebskosten über fünf Jahre?
Eingerechnet werden sollten die laufende Entwicklungszeit, Infrastrukturkosten, Compliance-Aufwand, Sicherheitswartung und die Opportunitätskosten durch die Abkehr der Entwicklung von umsatzgenerierender Arbeit. Diese Kosten können dann mit den Kosten eines Plattform-Abonnements verglichen werden.
Wer wird dieses System warten, wenn das Team, das es erstellt hat, sich anderen Aufgaben zuwendet?
Interne Entwicklungen erzeugen Wissensabhängigkeiten. Was sieht der Plan aus, falls die Architektin oder der leitende Entwickler das Unternehmen verlässt? Dabei sollte nicht nur die technische Architektur, sondern auch das institutionelle Risiko bedacht werden.
Schafft die Eigenentwicklung einen Wettbewerbsvorteil oder nur betriebliche Fähigkeiten?
Wenn das System Governance, Qualität, Skalierung und Sicherheit handhabt, liefert eine Plattform dies schneller und zuverlässiger. An besten entwickelt man nur die Funktionen selbst, die das Unternehmen auf eine Weise von anderen abheben, die eine Plattform nicht leisten kann.
Kann man auf einer bestehenden Plattform aufbauen, anstatt ganz von vorne anzufangen?
Eine modulare, API-orientierte Plattform bietet eine Grundlage, bei der kein Wartungsaufwand entsteht. Das interne Team muss dann nur die Erweiterungen, Integrationen und Workflows entwickeln, die speziell auf das eigene Unternehmen zugeschnitten sind. Das macht „Buy vs. Build“ aus.
Lektionen von Führungskräften
Was Enterprise-Führungskräfte über „Buy vs. Build“ gelernt haben
Die Entscheidung zwischen „Build“ oder „Buy“ wird selten nur einmal getroffen. Die meisten Führungskräfte in Unternehmen haben dies bereits mehrfach erlebt – in unterschiedlichen Rollen und mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die folgenden Einblicke stammen von Führungskräften, die im Phrase-Podcast In other words interviewt wurden.
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Berichte von Kunden
Wie Unternehmen vom Selbstbau zur Plattform gewechselt sind
Diese Unternehmen wechselten von fragmentierten oder internen Content-Abläufen zu einem Plattformmodell und erzielten messbare Ergebnisse.
1 / 3
In der Presse
VON PHRASE
Expert views (In other words podcast)
Berichte von Kunden
- Pega Bereit zu reagieren, sobald sich der Markt bewegt
- Zendesk: Einheitlicher Support, wo immer der Kunde ist
- Braze Kundenbindung weltweit fördern für die größten Marken der Welt
- KuCoin: Wenn für die Kunden jede Sekunde zählt
- Wellhub: Wellness, skaliert für Millionen von Mitarbeitenden
- FunPlus: Immersive Erlebnisse für alle Spielenden
- Sportswear Brand: Building for every market from day one
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